JA! Richtig gelesen für mich geht es bald schon wieder nach Hause. Ich selbst bin da sehr zwiegespalten, einerseits bin ich froh, diesen verrückten Haufen zu verlassen, anderer seits habe ich diesen Haufen doch sehr lieb gewonnen. Von heute an habe ich noch 20 Tage bis zu meinen Flug. Doch bis dahin werde ich die Zeit genießen, so gut ich kann. Ich muss ganz ehrlich gestehen, ich vermisse Deutschland ziemlich, meine Freunde, meine Familie, und meine Haustiere. Immer, wenn ich mit meiner Mutter Video Chate ist auch der kleine Tiger dabei (Der Kater). Egal welche Bilder ich von meiner Mutter bekomme, der Kater ist drauf, oder der Hund. Aber was mir niemand Glauben wird, ich vermisse es zu arbeiten. Ja verrückt! Bestimmt werde ich euch, wer mich darauf anspricht, so eine Woche nachdem ich wieder in Deutschland bin, einen erzählen wie schlecht es mir geht und wie mich meine Familie ausbeuten würde. Doch in der Zeit ich hier war, habe ich gelernt, dass ich Sachen lerne und schon gelernt habe, die andere nie erlernen werden. Also ich bin dankbar für die Arbeit, selbst wenn es manchmal zu viel ist.
Ich bin dankbar für die Möglichkeit die mir meine Eltern hiermit ermöglicht haben, denn alles was ich hier erlebt habe, gut und schlecht, sind Erfahrungen und Skills. (Ich hab das deutsche Wort vergessen. Vielleicht kann es jemand in die Kommentare schreiben) Doch was ich befürchtet habe, was auch ein wahr geworden ist, ist, dass ich keine Ruhe hier bekomme. Jeder wer Mal probiert hat mit mir zu telefonieren, weiß, wovon ich spreche. Doch ich habe hier, was erfahren was ich wohl ohne dieses Jahr wohl niemals herausgefunden hätte, nämlich, dass ich als großer Bruder eher weniger geeignet bin, glaube ich;) Sobald ich Mal genug Zeit habe für die Kleinen da zu sein macht es mir immer Spaß. Doch da die Schule hier unglaublich viel Zeit in Anspruch nimmt, kann ich nicht so viel Zeit mit meinen Gastgeschwister verbringen. Manchmal brauche ich auch einfach nur Zeit für mich, zum Beispiel jetzt gerade, während ich das hier schreibe. Ich habe mich mehr oder weniger gut in meinem (mehr oder weniger) Schlafzimmer verschanzt. Ich habe zwar das kleine Arbeitszimmer, wo mein Laptop steht, und meine Hausaufgaben vollbracht werden. Da ist nur ein kleines Problem, denn das Arbeitszimmer verfügt über keine Türen. Nach einer Woche hier habe ich es mit Vorhängen versucht, diese sind bekanntlich nicht gut gegen eine erhöhte Geräuschkulisse, welche hier definitiv gegeben ist:) Aber ich will es nicht schlechter reden, als es wirklich ist, es ist hart, und diese Familie hat es einem übergangsweise echt nicht leicht gemacht sie gern zu haben. Ich kann es mir jetzt gerade gar nicht vorstellen, wie es ist sie zu verabschieden. Und ich merke es in mir diese Ungewissheit, die in mir ist, die die mir sagt, dass ich sie wahrscheinlich nie mehr sehen werde. Diese Vorstellung tut weh und ist wirklich, aus irgend einem Grund, schwer. Ich kann es kaum erwarten, meine Mutter wieder in die Arme zu nehmen. Oder einen Hammer gegen die Wand zu prügeln, weil ich und mein Vater mal wieder nicht derselben Meinung waren, und ich dann einfach kurzer Hand ausgeschlossen wurde. Naja egal, ich liebe es zu Arbeiten. Gute und schlecht Seiten. Also hier noch mal nen ganzer Satz für euch, Mama, Papa ich habe euch ganz lieb und freue mich euch wieder zu sehen. Ich werde in meinen letzten acht Tagen Schule, eine ganze Menge Arbeiten schreiben, und eine Rede über Recycling halten, davon haben die Amerikaner, soweit ich das von meinem Standpunkt aus, sagen kann, noch nie etwas gehört. Und ein weiters Mal entschuldige ich mich für Rechtschreibfehler, es ist schließlich schon eine geraume Zeit vergangen, dass ich das letzt Mal einen Text dieser länge schrieb.
Eine Wunderschöne Adventszeit euch allen.